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Die Muskulatur
des Menschen
In einem Körper stecken
etwa 650 Muskeln. Wenn du in die Luft springst, deinen Arm ausstreckst oder
den kleinen Finger anwinkelst ist das immer, ganz klar, Muskelarbeit !!!
Muskeln bringen Bewegung in deinen Körper, ohne sie wäre dein Skelett ein
klappriges Knochengerüst. Deine Muskeln sind mit Sehnen fest mit den Knochen
verbunden.
Das sieht man zum Beispiel am Oberarm: Wenn du deinen Arm hochhebst, wird
der Oberarmknochen hoch gezogen und die Muskeln ziehen sich zusammen. Und
wie bekommst du deinen Arm wieder herunter ? Muskeln bewegen sich immer nur
in eine Richtung. Das heißt / heisst, sie können sich nur zusammenziehen....damit ein
Muskel sich wieder streckt, braucht man einen zweiten Muskel, der ihn
auseinander zieht. Jeder Muskel hat also einen "Gegenspieler" --- an deinem
Oberarmknochen ziehen somit abwechselnd zwei Muskeln. Der zweite Muskel,
also der Gegenspieler, zieht sich zusammen.
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Bau der
Muskeln
Die Muskulatur
ist die Gesamtheit
der Muskeln des Menschen. Sie dient
der Bewegung des Körpers und seiner Teile. Der Mensch hat etwa 600
Skelettmuskeln, die meistens durch Sehnen an den Knochen befestigt sind. Die
Muskeln bestehen aus Muskelzellen. Es sind spezialisierte Zellen, die in der
Lage sind, sich zu verkürzen. Dieser Vorgang wird als
Muskelkontraktion
bezeichnet. Anschließend / Anschliessend können sie sich wieder dehnen, sie erschlaffen.
Es werden zwei Formen von Muskulatur
unterschieden. Die glatte
Muskulatur, die aus spindelförmigen Muskelzellen besteht, und die
quergestreifte
Muskulatur, die aus Muskelfasern aufgebaut ist.
Zur quergestreiften
Muskulatur gehört die
Skelettmuskulatur.
Der Mensch hat etwa 600 Skelettmuskeln. Diese bestehen aus vielen feinen
elastischen Muskelfasern, die
durch Bindehaut zu Muskelfaserbündeln vereinigt sind. Sehnen übertragen die Muskelbewegung
auf die Knochen.
Funktionen der Muskeln
Die Muskelfasern können sich auf „Befehle“ des Gehirns zusammenziehen und
den ganzen Muskel dadurch anspannen. Das liefert die Kraft, um die am Muskel
befestigten Knochen in einer bestimmten Stellung zu halten oder in Gelenken
zu bewegen.
Mit der Muskelkraft halten wir unseren Körper aufrecht, laufen wir und
tragen Lasten, arbeiten und treiben wir Sport. Weil jeder einzelne Muskel
sich nur in einer Richtung zusammenziehen und dadurch Arbeit leisten kann,
sind zur Bewegung der Körperteile immer mindestens zwei, oft auch mehrere
Muskeln notwendig.
Sie arbeiten entweder miteinander oder im Wechsel gegeneinander, die einen
als Beuger, die anderen als
Strecker. Sie sind Gegenspieler oder
Antagonisten. Die Bauch- und Rückenmuskulatur
bildet das muskuläre Korsett des Menschen. Ihre Kräftigung ist somit von
besonderer Bedeutung. Zu den wichtigsten Bauchmuskeln gehören der (1)
gerade Bauchmuskel (M. rectus abdominis) Hauptfunktion: Einrollen des
Rumpfes und Beckenaufrichtung) und die (2)
Äußere / Äussere und Innere (hier verdeckt) schräge Bauchmuskulatur (M. obilquus
externus und internus abdominis) Hauptfunktion: Seitbeuge, Rotation,
Einrollen des Rumpfes.
Eine kräftige Bein- und
Gesäßmuskulatur / Gesässmuskulatur besitzt sowohl unter sportlichen als auch
gesundheitichen Aspekten - z. B. im Hinblick auf die Beckenstellung und die
Entlastung des Hüftgelenkes oder die Stabilisierung des Kniegelenkes eine
große / grosse Bedeutung.
Der große / grosse Gesäßmuskel / Gesässmuskel (3) (M. glutaeus
maximus) ist hauptsächlich für die Rückführung des Beines sowie die
Beckenaufrichtung verantwortlich. Die Hauptaufgabe der
Oberschenkelvorderseite (4) (M. quadriceps
femoris) liegt in der Kniestreckung bzw. Hüftbeugung (nur M. rectus femoris),
die der Oberschenkelrückseite (5) (Mm. ischiocrurales
= M. semitendinosus, M. semimembranosus, M. biceps femoris) in der
Kniebeugung und Hüftstreckung.
Die
Abduktorengruppe (6) hebt das Bein
zur Seite, die Adduktorengruppe (7)
zieht das Bein wieder an den Körper heran. Mit Hilfe der Wadenmuskulatur (8)
(M. gastrocnemius, M. soleus) ist es möglich, in den Ballenstand zu gehen.
Die Armmuskulatur
(9) (M. biceps brachii), Hauptfunktion
Ellbogen beugen und (10) (M. triceps
brachii) Hauptfunktion: Ellbogen strecken, ist aus gesundheitlicher Sicht
weniger bedeutend als beispielsweise die Bauch- und Rückenmuskulatur.
Ein Training dieser Muskelgruppen ist natürlich dann sinnvoll, wenn z. B.
aus optischen Gesichtspunkten eine Gewebestraffung oder beispielsweise wie
im Bodybuilding ein besonders muskulärer Arm angestrebt werden. Aus
gesundheitlicher Sicht von Bedeutung ist die Schultergelenksmuskulatur, da
das Schultergelenk praktisch keine knöcherne Führung besitzt, sondern
muskulär gesichert werden muss. Eine wichtige Rolle spielt dabei z. B. der (11)
Deltamuskel (M. deltoideus), der den Arm zur Seite wegführt (Abduktion) und
bei den Vor- und Rückbewegungen sowie der Innen- und Außenrotation /
Aussenrotation beteiligt
ist. An der Bewegung im Schultergelenk sind als weitere wichtige Muskeln
auch der große / grosse Brustmuskel (12) (M. pectoralis
rnajor), Hauptfunktion: Heranführen des Armes an den Körper, Innenrotation
und Vorbringung des Armes, und der breite Rückenmuskel (13)
(M. latissimus dorsi), Hauptfunktionen: Zurückführen des Armes,
Innenrotation, Senken des erhobenen Armes und Heranziehen des Armes,
beteiligt.
Der Rückenmuskulatur
kommt im Hinblick auf die Stabilisation der Wirbelsäule beim Sport und im
Alltag sowie beim Haftungsaufbau eine zentrale Bedeutung zu.
Der M. erector spinae ist eine Ansammlung kleinerer und größerer /
grösserer Muskeln,
die direkt an der Wirbelsäule liegen und deren gemeinsame Hauptaufgabe die
Streckung (Aufrichtung) der Wirbelsäule ist (im Bild nicht sichtbar).
Andere, z.B. der breite Rückenmuskel (13)
(M. latissimus dorsi), der Kapuzenmuskel (14)
(M. trapezius) und die Rautenmuskeln (Mm. rhomboidei), im Bild nicht
sichtbar, bewegen primär den Schultergürtel und die obere Extremität.
Während der M. latissimus dorsi dem Rücken die athletische V-Form (das
Kreuz) verleiht, haben der M. trapezius und die Mm. rhomboidei u. a. die
Funktion, die Schulterblätter nach hinten zu ziehen. Sie tragen somit zur
aufrechten Körperhaltung bei.
Muskeln, aber bitte nicht zu viel! Wenn ein Mensch zu viele
Muskeln hat... also zu stark aufgebaut... besteht die Gefahr, dass diese
Person ersticken oder auch durch Herzinfarkt sterben kann. Also, darum
lieber so bleiben wie man ist.
Wir alle haben unsere Macken, aber wenn ein Mensch sich so hingibt und
unbedingt aufgebaute Muskeln will, kann er das machen, aber NICHT zu viel.
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