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* Essen ist so
wichtig für uns Menschen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt : Warum? In dem
Essen sind ganz viele Ballaststoffe und viel mehr drin und das ist sehr
wichtig für unseren Körper, denn wenn wir nichts mehr essen und trinken,
können wir sterben also man trocknet aus. „Gesundheit
ist das höchste Gut.“ Der Erfinder dieses simplen Satzes hat nicht
übertrieben. Es ist von unschätzbarem Wert, gesund und leistungsfähig zu
sein. Aber es scheint beinahe, als ob sich viele Menschen dieser einfachen
Wahrheit nicht mehr bewusst sind. Allzu viele gehen äußerst sorglos mit
ihrer Gesundheit um, und das fängt bei der Ernährung (schon im Kindesalter)
an.
Es ist eigentlich ganz einfach: Unser Körper ist ausschließlich aus den
Bestandteilen aufgebaut, die wir irgendwann einmal in Form von
Nahrung zu uns genommen haben. Der
Spezialfall der Atmung, bei der ebenfalls Stoffe in unseren Körper gelangen,
(bei Rauchern z.B. Nikotin und Teer, die verheerende Wirkung haben können)
sei hier vernachlässigt.
Wir haben diese Bausteine aufgenommen und
in körpereigene Substanzen umgewandelt oder die in ihnen enthaltene Energie
zur Aufrechterhaltung unserer Lebensfunktionen genutzt. Menge und Qualität
unserer Nahrungsmittel bestimmen also unsere körperlichen Eigenschaften in
besonderer Weise.
Unsere tägliche Nahrung besteht aus sehr vielen einzelnen Stoffen und
Stoffgruppen.
Man fasst sie in drei große Gruppen zusammen: (Grund) Nährstoffe,
Ergänzungsstoffe und Nahrungsbegleitstoffe. |
Die
Mineralstoffe
Etwas anders sieht es da bei den Mineralstoffen aus. Auch sie sind lebensnotwendig, auch wenn die sehr
geringen Mengen, die wir davon benötigen, sie als „nicht so wichtig“
erscheinen lassen. Eisen- und vor allem Jodmangel sind in Deutschland nicht
selten. Die Böden in Deutschland sind besonders arm an Jod. Es gelangt also
auch nicht in ausreichendem Maße in die Nahrungskette und fehlt auf diese
Weise auf unserem Speisezettel. Besonders der Süden Deutschlands war lange
Zeit davon betroffen. Im Norden dagegen wird das Fehlen von Jod im Boden
dadurch kompensiert, dass sehr viel Seefisch gegessen wird. Und Fisch ist
allgemein ein guter Lieferant für Mineralien.
Ballaststoffe
Ballaststoffe liefern dem Menschen keine
Energie, sie sind größtenteils Füllstoffe, die nicht verdaut und genutzt
werden. Und gerade deshalb haben sie eine große Bedeutung für die geregelte
Verdauungstätigkeit im Magen-Darm-System. Sie beeinflussen das
Sättigungsgefühl und regen die Darmtätigkeit an. Sie sind also keineswegs
wirklich Ballast, ihr Fehlen hätte schlimme Folgen für unser Wohlbefinden,
das sehr stark von unserem Magen-Darm-System abhängig ist. Redewendungen,
wie „das schlägt mir auf den Magen“ oder „das kann ich nur schwer verdauen“
zeigen diese gegenseitige Abhängigkeit von Wohlbefinden und intaktem
Verdauungssystem auf.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Nahrung ist das
Wasser. Die chemische Umsetzung der
energieliefernden Substanzen vollzieht sich in unserem Körper nur dann, wenn
die Moleküle in Lösung vorliegen. Auch für viele weitere wichtige Prozesse
ist Wasser das ideale Mittel. Wasser ist ein wichtiger Bestandteil von
Makromolekülen (z.B. Eiweiße und Polysaccharide) und damit ein direkter
Baustoff unseres Körpers. Auch als wichtigstes
Transportmittel für Nährstoffe und Sauerstoff sowie
Stoffwechselprodukte ist Wasser nötig. Wasser dient aber auch der
Wärmeregulation des gesamten Organismus.
Über die Schweißdrüsen wird bei hohen Außentemperaturen oder großer
körperlicher Belastung Wasser abgegeben. Das geschieht in Verbindung mit
Mineralstoffen (z.B. Natriumchlorid). Durch die Verdunstung des Wassers an
der Hautoberfläche wird der Kühlungseffekt erreicht. Für unsere Ernährung
ist also zu beachten, dass bei extremen Anstrengungen im Sommer immer
ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird, und zwar mit den wichtigen
Mineralstoffen, die über den Schweiß verloren gegangen sind. |
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Nahrungsbegleitstoffe
Nahrungsbegleitstoffe oder auch als
Lebensmittelzusatzstoffe bezeichnet, sind u.a.
Farbstoffe und Geschmacksstoffe, sowie
physiologisch, pharmakologisch und anderweitig gesundheitsbeeinflussende
Stoffe. Leider kommt auch ihnen zunehmende Bedeutung zu. Ein großer Teil
unserer Nahrungsmittel wird großtechnisch erzeugt. Sie stammen z.B. aus
„intensiver“ Tierhaltung. Das bedeutet jedoch nichts anderes, als dass sehr
viele Tiere auf sehr engem Raum gehalten werden. Für Krankheiten oder gar
Seuchen sind das ideale Bedingungen. Um dem vorzubeugen, werden die Tiere
mit Pharmaka behandelt. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, das sich
zumindest Spuren solcher Medikamente (meist Antibiotika) auch im Fleisch
oder in der Milch solcher Tiere wieder finden können.
Zu den Farb- und Geschmacksstoffen ist zu
sagen, dass sie meist die Aufgabe haben, ein Produkt im Supermarkt optisch
attraktiv zu machen. Je farbig-bunter, um so größer ist die Signalwirkung
auf Kinder. Ein grellfarbenes Angebot leuchtet uns von Bonbons, Lutschern,
Gummitieren, Zuckerwatte, Kuchendekorationen usw. entgegen. Die
Nahrungsmittelindustrie gibt Lebensmitteln Farbstoffe zu, um die Farbe der
Masse zu betonen oder die Oberfläche wiederherzustellen. Farbstoffe wirken
dabei verlockend, lösen Schlüsselreize aus, erinnern an frühere
Geschmackserlebnisse. Oftmals werden natürliche Farbstoffe (z.B. Betanin, der
rote Farbstoff der roten Beete oder Curcumin, der gelbe Farbstoff des Curry)
eingesetzt. Daneben gibt es aber eine Reihe synthetischer Farbstoffe, z.B.
das Gelb E102 (Tartrazin) oder Patentblau V (E131), die in Verdacht stehen,
negative Wirkungen auf den menschlichen Organismus zu haben.
Pseudoallergische Reaktionen (PAR) werden in diesem Zusammenhang verstärkt
diskutiert. Allerdings fehlen zu solchen Themen groß angelegte Studien, denn
solche Symptome betreffen bislang nur einen kleinen Teil der Bevölkerung in
Deutschland.
Durch die Umsetzung der EU-Richtlinien haben sich die Richtlinien für
Farbstoffe wieder gelockert. Auch bedenkliche Azofarbstoffe wie das gelbe E
102 dürfen wieder verwendet werden. Farben in der Ernährung haben nicht nur
Signalwirkung, sondern wirken ähnlich wie natürliche Aromen und Bitterstoffe
auf viele Stoffwechselvorgänge ein. Manipulationen mit synthetischen Farben
als Verkaufsanreiz sind daher auch immer eine Sinnenstäuschung und
unabhängig von dem allergisierenden Potential grundsätzlich abzulehnen!
Künstliche Farbstoffe wenn immer möglich
vermeiden!
Süßstoffe
Süßstoffe dienen dazu,
Lebensmitteln einen Süßgeschmack zu verleihen oder diesen zu verstärken. Sie
können auch diätischen Zwecken dienen. Süßstoffe werden mit Gattungs- und
Einzelbezeichnung, teilweise auch mit der E-Nummer deklariert.
In den Zeiten der Wellness und der Light-Produkte sind Süßstoffe extrem
„in“. Wer möchte schon auf die kleine Süßigkeit zwischendurch verzichten?
Aber man bleibt gerne gesundheitsbewusst dabei und wählt Lebensmittel mit
Zuckerausstauschstoffen.
Empfohlene Lebensmittel sind: Vollkornprodukte, Gemüse, Obst
(möglichst unerhitzt), Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch- und Milchprodukte,
Butter oder ungehärtete Pflanzenmargarine, kaltgepresste, unraffinierte Öle,
Kräuter- und Früchtetee, Gewürze und Kräuter.
Weniger empfehlenswert sind:
Auszugsmehlprodukte, isolierter Zucker, Fleisch, Wurst, Eier, gehärtete
Margarine, extrahierte, raffinierte Öle, Alkohol, schwarzer Tee, Kochsalz.
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