Das deutsche Wort „Familie“ ist von dem lateinischen Wort „familia“ abgeleitet. In römischer Zeit gehörten dazu sämtliche Mitglieder des Haushaltes – Sklaven, Freigelassene und die Familie an sich.
Das Familien-Oberhaupt war der Vater, der die Macht über alle Familienmitglieder hatte, ja sogar Sklaven verkaufen oder töten konnte.
Wenn ihm das Arbeiten der Sklaven gefiel und er seinen Sklaven sehr nahe stand und ihnen damit eine Freude machen wollte, konnte er sie freilassen. Damit dies öffentlich wurde, teilte der Hausherr es entweder öffentlich mit oder er organisierte eine Feier zu Ehren der Freigelassenen, in der die Freilassung verkündet wurde. Ab diesen Zeitpunkt konnten die Freigelassenen entscheiden, ob sie bei ihrer Familie bleiben oder ein neues Leben anfangen. Doch meist hatten die Sklaven, die ihr Leben lang ihrer Familie gedient haben, keinen eigenen Besitz und damit keine guten Voraussetzungen, ein neues Leben anzufangen. Somit entschlossen sich die meisten, ihrem Hausherren treu zu bleiben, da sie in den meisten Fällen gut behandelt wurden, einen Schlafplatz hatten und etwas zu essen.

Er konnte sogar über das Leben und den Tod seiner Kinder entscheiden.
Der Vater konnte sich weigern, sie als seine rechtmäßigen / rechtmässigen Nachkommen anzuerkennen, oder sie als
Sklaven verkaufen.
Nach und nach schuf man jedoch Gesetze zum Schutze der Kinder und Frauen vor dieser väterlichen Willkür.
Wenn der Vater verstarb, konnten die Söhne die Nachfolge ihres Vaters antreten.
Die Söhne aus reichen Familien besuchten Schulen. Dort lernten sie lesen, schreiben und Reden halten. Die übrigen Kinder wurden, wenn überhaupt, zu Hause unterrichtet.

Die Hochzeit

Mit der Hochzeit verließ / verliess die römische Frau ihre Familie und gehörte dann zur Familie des Mannes.
Das bedeutete, dass sie sich den Regeln des neuen Hausvaters unterwerfen musste.
Die Frau war für den Haushalt zuständig; zog die Kinder groß / gross, gab den Sklaven Aufträge und beaufsichtigte deren Arbeit. Viel Zeit verbrachten sie damit Garn und Wolle zu spinnen.
Kinder aus reichen Familien wurden zunächst von der Mutter oder Amme (Kindermädchen) aufgezogen, kamen jedoch dann in die Obhut von Sklaven, Freigelassenen oder Lehrern.
Die Kinder aus armen Familien wuchsen dagegen auf der Straße/ Strasse auf.

Die Wohnverhältnisse

Die meisten Römer lebten in Mietshäusern ohne Heizung und Toiletten und fließendem / fliessendem Wasser.
Sie mussten sich das Wasser aus einem Brunnen oder Quelle holen, viele hatten keine Küchen und holten sich das Essen von einem „Schnellimbiss“.
Wohlhabende römische Familien besaßen / besassen neben ihrem Stadthaus auch eine Villa auf dem Land.

Im Haus einer römischen Familie

Ein vornehmes Haus wurde „domus“ genannt.
Es war 2 Stockwerke hoch. Die Küche lag zur Straße / Strasse, denn sie hatte einen Anschluss an die Wasserleitung und an die unterirdischen Abwasserkanäle. Auch die Toilette, die in einem Verschlag unterhalb der Treppe war, hatte einen Anschluss an den Kanal und wurde mit Brauchwasser aus der Küche gespült.
Das Schlafzimmer der Kinder und Eltern lagen um einen Innenhof, dem „atrium“.

Hinter dem Atrium lagen Esszimmer und ein Raum, in dem Gäste empfangen wurden.

Die Erwachsenenkleidung nannte sich Toga, die Kinder trugen eine Tunika (Plural: Tuniken) und die Sklaven haben ältere Tuniken getragen.

Erziehung

Wenn die Kinder sieben Jahre alt waren, kamen sie zu einem Privatlehrer. Der brachte den Jungen Lesen, Schreiben und einfaches Rechnen bei. Nur wohlhabende Römer konnten es sich leisten, ihre Kinder über das 14. Lebensjahr hinaus zur Schule zu schicken.
Jungen lernten schwierige Texte zu lesen oder eine öffentliche Rede zu halten. Der Vater wachte streng darüber, dass sie der Familie Ehre machten. Sie sollten die Vorfahren ehren, gehorsam gegenüber dem Vater sein und sowohl der Familie als auch dem Staat pflichtbewusst dienen.

Mädchen wurden zu Hause im Musizieren, Spinnen und Weben unterrichtet.

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Veröffentlicht von Redaktion