Die Götter des antiken Griechenlands sind wohl die populärsten Figuren der westlichen Kulturgeschichte. Mit den antiken Helden wie zum Beispiel Odysseus waren sie seit jeher beliebte Figuren für die Literatur, bildende Kunst und Musik. Fast jedem sind die Namen der griechischen Götter schon einmal begegnet; die Ausübung der Religion sowie die Aufgabenbereiche der Götter sind einem hingegen
weniger bekannt. Obwohl uns das heute nicht mehr bewusst ist, wirkt sich die Religion der griechischen Antike bis heute auf unser Leben aus. Das bekannteste Beispiel für ihren Einfluss sind wohl die olympischen Spiele, die im 21. Jahrhundert jedoch jeglichen religiösen Charakter verloren haben. Um die Götter herum ist der sogenannte Mythos bzw. die Mythologie entstanden. Hierunter versteht man die Geschichte von den Göttern und Helden, die erzählt, wie die Gegebenheiten der Gegenwart in einem Geschehen der Urzeit begründet worden sind; gemeint sind die Entstehung der Götter, des Kosmos, des Menschen oder eines Volkes sowie bestimmte Riten und Kultplätze. Ergänzt wird dies durch die Sagen, das sind mündliche Erzählungen außergewöhnlichen Inhalts, die im Gegensatz zum Märchen an reale Orte und historische Personen anknüpfen und geglaubt sein wollen. Meistens schildern sie den Zusammenprall zwischen dem Menschen und dem Übernatürlichen (u.a. Geister, Riesen, Teufel).

Allgemeines

Im antiken Griechenland gab es sehr viele Götter. Diese hatten meistens menschliche Gestalt, waren als unsterblich angesehen und konnten über die Menschen herrschen. Die Götter wurden in einzelne Gruppen unterteilt: Die Olympier, Urgötter, Titanen, Zyklopen und noch einige andere. Jede Gottheit hat ein bestimmtes Symbol. Zeus, der bekannteste Gott ist z.B. Herrscher des Himmels und hat Donner und Blitz in der Hand, oder Poseidon, den Meeresgott, erkennt man an seinem Dreizack. Die griechischen Dichter Homer und Hesiod brachten die Götter in eine bestimmte Ordnung. Im hellenistischen Zeitalter vermischte sich die Mythologie mit orientalischen Elementen. Diese Mythologie wurde von den Römern unter Umbenennung der Götternamen teilweise übernommen. Sie hat trotz Christianisierung und Wegfall der Götterverehrung die Jahrtausende überdauert. Die ältesten Quellen sind u.a. Homers Ilias und Odyssee sowie Hesiods Theogonie (ca. 700 v. Chr.).

Die Griechen hatten nicht nur die oben genannten Götter, sondern auch sogenannte Pleitegötter. Das sind keine echten Götter. Als die Athener einmal Geld von den Bewohnern der Insel Andros einnahmen, haben sie aus Spaß den Bewohnern der Insel Andros erzählt, dass sie unbedingt zahlen müssten, weil sie zwei mächtige Götter hätten, die „Bitte“ und „Gefälligst“ hießen. Die Andrier hätten dagegen zwei Götter, die hartnäckig bei ihnen bleiben würden. Sie hießen „Völlig Pleite“ und „Tut uns furchtbar leid“.

Namensvergleich griechischer und römischer Götter

Fast alle griechischen Götter gab es auch bei den Römern. Dort hatten sie die gleichen Funktionen, nur andere Namen:

Grieschich Römisch
Zeus Jupiter
Hera Juno
Ares Mars
Hephaistos Vulcanus
Aphrodite Venus
Poseidon Neptunus
Athene Minerva
Dionysos Bacchus
Apollon Apollo
Demeter Ceres
Hermes Mercurius
Hades/Pluton Pluto
Hestia Vesta

 

Hesiods Theorie: Die Welt der Götter und der Menschen

Die Urgottheiten – gestaltende Kräfte

Am Anfang dieser Welt stand das Chaos, der Abgrund, etwas Unüberschau- und Unerklärbares. Aus diesem stiegen jedoch „Urgottheiten” auf, die das weitere Schicksal der Welt bestimmten. Es waren dies Gaia (Erde), Eros (Liebe), Tartaros (Unterwelt), Erebos (Finsternis der Unterwelt) und Nyx (Nacht). Gaia, gebar (völlig allein) Uranos (Himmel). Zusammen mit ihrem Sohn zeugte sie die Uraniden: das waren die 6 Titanen (die bekanntesten sind Kronos und Okeanos), die 6 Titaniden (weiblich Titanen; u.a. Rheia und Themis), die 3 einäugigen Zyklopen und die 3 Hundertarmigen. Ihr Vater Uranos hasste jedoch seine Kinder und verbarg sie deshalb in Gaias Leib. Diese stiftete ihre Kinder zur Rache gegen ihren hasserfüllten Vater an, doch Kronos war der einzige, der bereit war, diese auszuführen: er schnitt mit einer riesigen Sichel, die er von seiner Mutter bekommen hatte, Uranos die Geschlechtsteile ab. Aus dem Blut, das dabei auf Gaia tropfte, entstanden die Erinnyen (Rachegöttinnen), Giganten (Riesen) und Eschennymphen. Der Schaum, der sich um die ins Meer geworfenen Geschlechtsteile bildete, schuf Aphrodite.

Uranos’ Sohn Kronos heiratete seine Schwester Rheia. Aus dieser Verbindung gingen Hestia, Demeter, Hera, Hades und Poseidon hervor. Kronos hatte jedoch erfahren, dass er von einem seiner Söhne erschlagen werden solle. Aufgrund dieser Prophezeiung verschlang er seine Kinder. Als Rheia Zeus geboren hatte, versteckte sie ihn, um ihn vor seinem Vater zu schützen in einer Grotte auf Kreta. Vor dieser ließ sie junge Halbgötter, Kureten, tanzen und singen um das Geschrei des Kindes zu übertönen. Ernährt wurde er von Ziegenmilch und Honig. So überlebte Zeus und zwang später Kronos, seine Geschwister wieder auszuspeien. Außerdem befreite er Kronos’ Brüder, die Uranos angekettet hatte, und bekam von diesen zum Dank die mächtigen Waffen „Donner und Blitz” geschenkt. Zeus und die jungen Götter begannen einen langwierigen Kampf gegen Kronos und die Titanen, erst mit der Hilfe der Hundertarmigen gelang ihnen der Sieg.

  • Poseidon erhielt die Herrschaft über das Meer,
  • Hades kümmerte sich fortan um die Unterwelt und
  • Zeus bekam den Himmel zugesprochen.

Die Erde und der Olymp gehörten allen dreien zusammen.

Die Titanen

Die Titanen, ein mächtiges Göttergeschlecht, sind wie die Zyklopen und Hekatoncheiren Kinder von Uranos und Gaia. Vom Vater gehasst wurden sie im Erdinneren gefangen gehalten. Nach dessen Entmachtung durch Kronos und dem späteren Herrschaftsantritt von Zeus kämpften sie im Titanenkampf (Titanomachie) mit den Hektatoncheiren gegen die olympischen Götter und unterlagen, worauf sie im Tartaros eingeschlossen wurden. Die Titanen sind Ahnen wichtiger Gottheiten. Hervorzuheben ist Kronos, der Vater von Zeus. Im einzelnen heißen sie:

  • Okeanos und Tethys, die Ahnen der Flüsse und Okeaniden,
  • Kreios, Hyperion und Theia, die Eltern von Helios,
  • Selene und Eos, Iapetos und Klymene, deren Kinder die Titaniden Prometheus sowie
  • Atlas, Epimetheus und Menoitios sind,
  • Themis, die Mutter der Horen und Moiren,
  • Koios und Phoibe, deren Tochter Leto ist, eine Geliebte des Zeus, die durch ihn Mutter von Apollon und Artemis wurde, (Phoibe heißt allerdings auch eine Tochter von Leukippos)
  • Mnemosyne, durch Zeus Mutter der neun Musen und schließlich
  • Rhea und Kronos, die Zeus und seine Geschwister hervorbrachten.

Die olympischen Götter

Der Olymp

Die für die Griechen wichtigsten und einflussreichsten Götter wurden nach ihrem Wohnsitz als olympische Götter bezeichnet. Auf der höchsten Erhebung in Nordgriechenland, dem Olymp, waren sie beheimatet. Dieser Berg war auch von großer strategischer Bedeutung für die frühen griechischen Stadtstaaten, da er einen wirksamen Schutz gegen die Feinde aus dem Norden darstellte. Bei Ritualen zugunsten der Götter verhielten sich die Griechen, als ob diese tatsächlich auf dem Olymp lebten, es war ihnen jedoch klar, dass der Wohnsitz der Götter eigentlich jenseits der ihnen zugänglichen Welt liegen musste. Der Eingang zum Olymp bestand aus riesigen Wolkenmassen und wurde von drei lieblichen Göttinnen, den Horen (Jahreszeiten) bewacht. Sie verabschiedeten und begrüßten die Götter vor und nach einer Reise auf die Erde und wachten während dieser über sie. Auf dem Olymp ging wie auf der Erde die Sonne auf und unter, jedoch herrschte ständig schönes Wetter. Die Olympier wohnten in bronzenen Häusern, die Hephaistos für sie gebaut hatte, und lebten komfortabel und mühelos. Es konnte jedoch nie ein Sterblicher den Olymp betreten.

Zeus

Nach dem Sturz des Kronos durch seinen Sohn Zeus gelangte dieser mit seinen Geschwistern an die Macht. Zeus ist der oberste griechische Gott. Als Frauen von Zeus werden genannt: · Metis, mit der Zeus Athena zeugte Themis, Dione, die Mutter von Aphrodite, und · Hera, die gleichzeitig seine Schwester ist. Neben Zeus und seinen Geschwistern gibt es weitere Götter, die zusammen mit diesen auf dem Olymp weilen und die mitunter Zeus’ Nachkommen sind. Wichtige Rollen spielen Apollon und Artemis, Hermes, der Götterbote, Dionysos, der Gott des Weines, und Herakles. Viele Frauen, Göttinnen und Sterbliche, waren Geliebte von Zeus, denen er sich in vielerlei Gestalten näherte. Seine mit diesen gezeugten Kinder spielen in der Mythologie wichtige Rolle.

Gattin Gestalt des Zeus Kinder
Metis Athene
Themis die Moiren: Klotho, Lachesis, Atropos und die Horen: Eunomia,
Dike, Eirene bzw. in anderer Tradition Auxo, Thallo, Karpo
Hera Kuckuck Hebe, Ilithyia, Arge.
Gemäß Homer auch Hephaistos, gemäß Hesiod auch Ares
Niobe Argos
Agae Aegipan
Aegina Feuer Aiakos
Antiope Satyr die Zwillinge Amphion und Zethos
Asteria Adler
Contumelia Pan
Danae goldener Regen Perseus
Demeter Persephone
Dione Aphrodite
Elektra Dardanus
Europa Stier Minos, Sarpedon, Rhadamanthys
Eurynome die Chariten: Aglaia, Euphrosyne, Thaleia.
gemäß Homer: Pasithae, Cale
Garamantis Jarbas
Hora Kolax
Hybris Pan
Io (Mythologie) Io als Kuh Epaphos
Kallisto Artemis Arkas
Kalyke Endymion
Karme Britomartis
Klymene
Klytoris Ameise
Leto Artemis, Apollon
Leda Schwan die Dioskuren Kastor (Castor) und Polydeukes (Pollux),
ferner Helena und Klytemnästra
Maia Hermes
Mnemosyne Hirte die Musen: Melete, Mneme, Aoede, Klio, Melpomene, Terpsichore,
Thalia, Euterpe, Erato, Urania, Polyhymnia, Kalliope
Niobe Argos
eine Nymphe Megarus
Persephone Schlange Zagreus
Pluto Tantalos
Protogenia Aethlius
Semele Dionysos
Taygete Lacaedamon
Thalia die Paliken
Alkmene Amphitryon Herakles

 

Hera

Göttin der Ehe und der Familie; Gattin und Schwester des Zeus. Ihr Name ist die weibliche Form von „Heros”, was übersetzt „Herrin” bedeutet. Hera wird als häufig eifersüchtige Frau beschrieben, wozu sie auch allen Grund bei ihrem Mann hatte. Hera war die Beschützerin der Ehe und wurde besonders von den Frauen in der gesamten griechischen Welt verehrt. Sie besaß viel Tugendhaftigkeit, unterstützte ihren Mann, übte jedoch Rache an seinen Liebschaften. Hera und Zeus haben gemeinsam drei eheliche Nachkommen, Ares, Hephaistos und Hebe.

Poseidon/Neptun

Gott der Gewässer, vor allem des Meeres, Erreger der Erdbeben; Bruder des Zeus Mächtig und seinem Bruder Zeus fast gleichgestellt war der Meeresgott Poseidon. Sein Name bedeutet „Herr der Erde”. Er wühlte oder glättete mit seinem Dreizack das Meer und alle anderen Gewässer. Er wurde auch Erderschütterer genannt, denn er war Urheber der unberechenbaren Naturgewalten wie Erdbeben und Sturm. Er liebte mehrere Frauen und hatte zahlreiche Nachkommen. Seine Gattin war Amphitrite, mit der er auch eheliche Kinder zeugte. Sie war die Herrscherin der Meere. Poseidon besaß, wie alle Meeresgötter, die Fähigkeit, seine und die Gestalt von anderen zu ändern. Er verwandelte z.B. eine von ihm geschwängerte Frau in einen Mann, die bzw. der dann kein Kind mehr bekam. Andere machte er unverwundbar (darunter auch seinen Sohn) oder verwandelte sie in eine Wasserquelle.

Demeter/Ceres

Göttin des Ackerbaus Demeter war die Göttin des Ackerbaus und Beschützerin der Fruchtbarkeit. Ihre Eltern waren Kronos und Rhea. Ihr Name bedeutet „Mutter der Erde”. Durch ihren Bruder Zeus wurde sie mächtig. Demeters Tochter Persephone wurde von Hades als Braut in die Unterwelt entführt. Nachdem Demeter gehört hatte, was ihrer Tochter widerfahren war, verließ sie den Olymp, wanderte ratlos umher und schickte Dürre und Hungersnöte. Boten des Zeus wies sie ab, bis Hermes Persephone aus der Unterwelt zurückholt. Hades gab der scheidenden Gemahlin jedoch einen Granatapfel zu essen, um sie dadurch für immer an die Unterwelt zu fesseln. Durch Vermittlung des Göttervaters kam ein Vertrag zustande, nach dem Persephone ein Drittel des Jahres in der Unterwelt, die übrige Zeit bei den Göttern im Olymp zubringen sollte.

Aphrodite/Venus

Göttin der Liebe und der Schönheit, Gattin des Ares Aphrodite war die Göttin der Liebe und mit großem Abstand die schönste Göttin. Sie spendete außerdem Fruchtbarkeit und Schönheit und wurde häufig mit einem lieblichen oder spöttischen Lächeln dargestellt. Sie war die Tochter von Zeus, ihre Mutter angeblich Dione. Aber auch hier gibt es mehrere verschiedene Quellen. Sie war verheiratet mit Hephaistos, dem lahmen, hässlichen Schmied. Sie war keine treue Gattin (Sage mit Ares!) und handelte häufig verantwortungslos. Mit Ares hatte sie zwei uneheliche Kinder. In ganz frühen Geschichten wurde sie auch als grausam und lächerlich dargestellt, was sich aber später änderte. Sie wurde zur obersten zeugenden Kraft.

Artemis/Diana

Göttin der Jagd, des Wachstums, der Geburt und der freien Natur; Zwillingsschwester des Apollon Artemis war Göttin der Hirten, Jagd und Bogenschützen. Sie war auch Beschützer der Kinder, der Jugend, besonders dabei der jungen Frauen, der Schwachen und in erster Linie der Tiere. Sie selbst war eisern jungfräulich und strafte jeden, der diesen Zustand ändern wollte. Sie war außerdem eine weitere Fruchtbarkeitsgöttin und Beschützerin des ungeborenen Lebens. Diana ist auch Göttin der Geburt, der Natur und der Ernte. In ihrem Aspekt als Mondgöttin wurde sie teilweise mit den Göttinnen Selene und Hecate identifiziert. Sie war die Tochter von Leto und die Zwillingsschwester von Apollon.

Apollon/Apollo

Gott des Lichtes, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und der Musik, des Gesanges, der Dichtkunst und der Weissagung, Beschützer der Herden, Helfer im Krieg. Apollon war der Gott der Künste und Musik. Ebenso war er der Gott des Bogenschießens und der Medizin. Er beschützte die Hirten vor deren größtem Feind, dem Wolf. Auch schien er einmal ein Gott der Sonne gewesen zu sein. Er war ein unehelicher Sohn von Zeus. Seine Mutter war Leto, die in der ganzen Welt einen Platz suchte, um ihn zu gebären. Aber niemand gab ihr Schutz, weil alle die Rache von Zeus Gemahlin Hera fürchteten. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis.

Athene/Minerva

Göttin der Weisheit, Schirmherrin von Kunst und Wissenschaft, Schützerin der kämpfenden Helden; Tochter des Zeus Sie war die Schutzgöttin von Athen. Ihr Name weist auf diese Stadt hin. Ihr zu Ehren entstanden viele Tempel. Sie war außerdem Schutzgöttin des Krieges, der Weisheit und Künste. Athene wurde nicht von einer Frau geboren, sondern entsprang – nach einer Sage – erwachsen und kriegerisch dem Haupt von Zeus, wobei Hephaistos (der Schmied) mit der Axt bei der Geburt etwas nachhelfen musste. Athene lehrte auch kluges Planen und viele Handwerkskünste. Sie wird häufig in voller Rüstung mit einem Helm, Schutzschild und Speer dargestellt.

Hephaistos/Vulcanus

Sohn der Hera Einigen Mythen zufolge war er auch der Sohn des Zeus, nach anderen soll ihn Hera ohne männliche Hilfe zur Welt gebracht haben. Er war der Schmied und Metallgießer unter den Göttern. Er wird als hässlich und hinkend geschildert. Trotzdem wurde er aber in der Familie der starken und schönen Götter anerkannt, weil er ein geschickter Schmied und Handwerker war und so seinen Verwandten gute Dienste leisten konnte. Seine stark ausgebildeten Arme und Schultern ließen ihm die Fähigkeit, ein guter Schmied zu werden, da er dabei nicht viel laufen musste. Bei seiner Tätigkeit als Schmied verlor er durch Funkenflug ein Auge. Zudem war er mit der schönsten Göttin, Aphrodite (Göttin der Liebe), verheiratet.

Ares/Mars

Gott des Krieges, auch Gott des Feldes Ares ist der eheliche Sohn von Zeus und Hera. Ares war der Kriegsgott der Griechen und fand am Kampf und Blutvergießen Vergnügen. Er stachelte den Kampfgeist in den Kriegen sogar noch an (göttlicher Raufbold). Ares war nicht verheiratet, hatte aber häufig Liebschaften mit Frauen, darunter auch mit Aphrodite, der Frau von Hephaistos. Diese Liebschaft hatte jedoch ein schnelles Ende, als der Sonnengott Helios dieses Verhältnis Hephaistos mitteilte und dieser Ares und seine Frau in unsichtbare Ketten legte, als sie wieder gemeinsam auf dem Bett lagen: Von den Göttern wurde Ares nur ausgelacht.

Dionysos/Bacchus

Gott des Weines und der triebhaften Naturkraft Dionysos war ein wichtiger Gott, nämlich der Gott des Weines. Er zog mit einem von Panthern gezogenen Wagen mit wilden, trunkenen Begleitern durchs Land. Ihm haftet auch etwas Unheimliches an, weshalb er auch erst etwas später unter die griechischen Staatsgötter aufgenommen wurde. Ursprünglich mag er ein Gott des Getreides und der Landwirtschaft gewesen sein. Auch über ihn gibt es viele Sagen, in denen er Frauen verführte und dabei auch einige Male Vater wurde. Er wurde häufig mit Weinreben und entsprechendem Krug dargestellt, nicht selten auch gerade trinkend.

Hades/Pluto

Gott der Unterwelt und des Erdsegens Hades bzw. Pluton war der Herrscher der Unterwelt und herrschte dort über die Seelen der Verstorbenen. Pluton bedeutet auch „der Reiche”, weil man glaubte, dass er auch Wohlstand bringen würde. Er war ein Sohn von Rhea und Kronos und somit ein Bruder von Zeus. Sein Name brachte angeblich Unglück und wurde deshalb so wenig wie möglich gebraucht. Pluton wurde häufig als grimmige und kalte Gottheit dargestellt.

Die Erschaffung der Menschheit

Nach Hesiods Gedicht „Werke und Tage” gab es fünf aufeinanderfolgende Menschengeschlechter:

Unter Kronos’ Herrschaft lebte das goldene Menschengeschlecht. Diese Menschen waren ewig jung und glücklich und führten ein sorgenfreies Leben. Hesiod erklärte nicht, wie, warum und wohin sie verschwanden, er sagte nur, dass ihre Seelen als Schutzgeister weiterleben würden. Der Meinung anderer Autoren nach starben sie im Krieg der Götter gegen die Titanen.

Auf das goldene folgte das von Zeus erschaffene silberne Geschlecht. Dieses wurde jedoch von den Olympiern selbst wieder vernichtet, da es unwissend und streitsüchtig war und die – 12 – Götter nicht verehrte. Diese Menschen hatten kein so leichtes Leben, sie waren an Jahreszeiten gebunden, mussten im Winter in Höhlen leben und das Land bewirtschaften um sich zu ernähren.

Als nächstes ließ Zeus die “Menschen aus Bronze” wie Früchte von Eschen herabfallen. Sie konnten Bronze schmieden und produzierten damit Waffen und Häuser, sie hatten aber Herzen aus Stein und waren äußerst kriegsfreudig. Deshalb vernichteten sie sich gegenseitig und wurden in die Unterwelt verbannt.

Danach fügte Hesiod das Zeitalter der Helden (Heroen) ein. Zeus schuf diese als Halbgötter, die in den Heldensagen große Taten vollbrachten. Auch nach ihrem Tod führten sie ein schönes Leben als Sternbilder im Himmel, als Vertraute der Götter oder sie verbrachten ihre Zeit auf der Insel der Seligen.

Das letzte Menschengeschlecht, das von Zeus erschaffen wurde, war das Eiserne. Diese Menschen mussten hart arbeiten und waren den oft grausamen und gemeinen Spielchen der Götter hilflos ausgeliefert. Hesiod meinte, dieses Geschlecht würde entweder durch die Hand ihres Erschaffers oder ihre eigenen Kriege aussterben. “Das Ende käme, wenn die Menschen weißhaarig geboren würden und vorzeitig vergreisten”

Weitere griechische Götter (in alphabetischer Reihenfolge)

Aiolos – Gott der Winde

Amphitrite – Beherrscherin des Meeres; Gattin des Poseidon

Eos – Göttin der Morgenröte; Schwester von Helios und Selene

Erinnyen – Rachegöttinen (Alektro, Megära, Tisiphone)

Eris – die Göttin des Chaos und der Unordnung. Die Römern kannten sie als Discordia.

Gaia – die griechische Göttin der Erde und Tochter des Chaos. Sie wurde als Mutter der ganzen Schöpfung angesehen, und existierte lange vor Zeus und den anderen Göttern. Sie gebar Uranus, den Himmel, und mit Uranus erzeugte sie die Titanen.

Ganymedes – Mundschenk der Götter

Hebe – Göttin der ewigen Jugend, Mundschenk im Olymp; Gattin des Herakles

Hekate – Göttin der Geister und Gespenster, Genossin der Erinnyen

Helios – Gott des Feuers und der Schmiedekunst

Herakles – unter die Götter aufgenommener Sagenheld, Gott der Athletik (des Sports) und der Reise

Hermes/Merkur – Gott der Fruchtbarkeit, der Herden und der Weiden, der Gymnastik und der Rede, Beschützer der Diebe und Kaufleute, Förderer von Handel und Verkehr, Götterbote und Begleiter der Toten in die Unterwelt Hermes war der Götterbote, speziell der Bote von Zeus. Er war auch der Beschützer der Reisenden, Glücksbringer und Schutzgottheit der Diebe und Kaufleute. Als Gott der Reisenden soll er Steine in deren Weg entfernt haben. Zu seinem Gedächtnis errichteten die Griechen an vielen Straßen Denkmäler für ihn, die häufig nur ein Steinhaufen mit einer Säule waren. Er war auch einer der vielen Götter der Fruchtbarkeit. Auch unter den Sportlern wurde er verehrt und war häufig als Statue auf Sportanlagen zu sehen. Auch Hermes ist ein uneheliches Kind von Zeus mit der Nymphe Maja. Angeblich ist das Kind in der Morgenfrühe geboren worden und noch am gleichen Tag am Mittag verließ das Kind laufend die Geburtshöhle, er war also außerordentlich frühreif.

Hestia/Vesta – Göttin des Herdes und Herdfeuers Hestia war die Göttin des Herdes und der Häuslichkeit. Sie war die älteste der drei Töchter von Rhea und Kronos und somit auch eine Schwester von Zeus. Obwohl sie Poseidon und Apollon als Gatten haben konnte, blieb sie unvermählt. Sie selber war jungfräulich.

Kybele/Cybele – Göttermutter, Natur- und Kulturgöttin Cybele, lateinischer Name einer Göttin, die in Phrygien in Kleinasien geboren wurde, bei den Griechen auch als Rhea bekannt, Frau des Titanen Kronus und Mutter der olympischen – 14 – Götter. Cybele ist eine Göttin der Natur und der Fruchtbarkeit, die von den Römern als Große Mutter verehrt wurde. Da Cybele über Berge und Festungen herrschte, hatte ihre Krone die Form einer Stadtmauer, und die Römern kannten sie auch als Mater Turrita. Der Kult der Cybele wurde von Priestereunuchen geleitet, die man Korybanten nannte. Diese führten die Gläubigen in orgiastische Riten ein, die von wilden Schreien und frenetischer Musik auf Flöten, Trommeln und Becken begleitet wurden.

Moiren – Schicksalsgöttinnen (Klotho, Lachesis, Atropos)

Nereus – Meergott und Vater der 50 Nereiden (Meernymphen)

Okeanos – die Erde umfließender Weltstrom

Olymp – höchster Berg Griechenlands (2911 m), galt als Sitz der Götter

Pan – Wald und Weidegott, Beschützer der Herden, der Hirten und der Jäger

Persephone – Gattin des Hades, Tochter der Demeter

Priapos – Gott der Fruchtbarkeit und der Geschlechtslust

Rhea – Kybele

Silenos – Quellgott, Erzieher und Begleiter des Dionysos

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Veröffentlicht von Redaktion