Die Geschichte der deutschen Sprache

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Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie die meistgesprochene Sprache in Europa entstanden ist? Unsere kurze Geschichte der deutschen Sprache wird Ihnen helfen.

Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte der deutschen Sprache

Deutsch ist die Amtssprache von vier europäischen Ländern: Deutschland, Österreich sowie eine der drei Amtssprachen der Schweiz und auch Belgiens. Mehr als 100 Millionen Menschen sprechen es weltweit, und es ist die am weitesten verbreitete Sprache in Europa, wenn man Russland in ganz Eurasien nicht berücksichtigt. Deutsch ist die sechstbeliebteste Sprache der Welt, die erste ist Chinesisch, dann Englisch, Hindi-Urdu, Spanisch und Russisch.

Experten gehen davon aus, dass sich die Grundlage der deutschen Sprache, das Proto-Germanische, um 2000 v. Chr. zu entwickeln begann, als sich die Menschen in den westlichen Gebieten der Ostsee niederließen.

Eine der ersten Aufzeichnungen der deutschen Sprache stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., als die Römer während ihrer Besetzung mit den Bewohnern des Rhein-Donau-Raums in Kontakt kamen.

Das moderne Deutsch, das wir heute kennen, wird wahrscheinlich von der Sprache, die die Römer zum ersten Mal beobachteten, nicht zu erkennen sein.

Es hat viele Veränderungen durchlaufen, vom Althochdeutschen (von etwa 700 n. Chr. bis zum elften Jahrhundert); Mittelhochdeutschen (von etwa 1050 bis 1350); Frühneuhochdeutschen (1350 bis 1600) bis zum Neuhochdeutschen (von etwa 1600 bis heute).

Wie bei vielen Sprachen hat sich auch das Deutsche mit der Gesellschaft entwickelt, und gesellschaftspolitische Faktoren haben die Sprache so geprägt, wie sie heute ist. Neue Wörter aus anderen Sprachen wurden von den Deutschsprachigen übernommen. Andere wurden durch mehr Interaktion mit Ausländern entweder durch Migration, Handel, Krieg oder die Entwicklung neuer Technologien vom Kino ins Internet in die deutsche Sprache eingeführt.

So werden die Deutschen heute regelmäßig “Brainstorming-Sitzungen” durchführen – mit dem englischen Begriff. Ebenso haben die meisten Redner englische Wörter im Zusammenhang mit Technologien wie Internet oder E-Mail übernommen, wie es in mehreren anderen Sprachen der Fall ist.

Deutsch ist eine interessante Sprache aufgrund der Dominanz von Dialekten, die dadurch entstanden ist, dass es kein Kulturzentrum wie Paris in Frankreich gab. Bis zum Ende des Mittelalters wurde versucht, eine “Standarddeutsche Sprache” zu schaffen, damit die einzelnen unabhängigen Regionen besser miteinander kommunizieren konnten. Wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland als politische Einheit erst im 19. Jahrhundert existierte. Ein wesentlicher Einfluss auf die Standardisierung des Deutschen war Martin Luthers Bibelübersetzung ins Deutsche 1522 aus dem ursprünglichen Hebräisch. Die Übersetzung aus dem Hebräischen zielte auf einen “ostmitteldeutschen”. Dieser “Stil” basierte weitgehend auf der am sächsischen Hof verwendeten Sprache. Dies wurde die Grundlage für das, was wir heute als Deutsch kennen.

Das moderne Deutsch wird oft als “Hochdeutsch” oder Hochdeutsch bezeichnet. Hochdeutsch wird als Sprache der Verwaltung, der Hochschulbildung, der Literatur und der Massenmedien verwendet.

Deutsche Sprache ist Amtssprache von Deutschland und Österreich und eine der drei Amtssprachen der Schweiz. Deutsch gehört zur westgermanischen Gruppe der indo-europäischen Sprachfamilie, ebenso wie Englisch, Friesisch und Niederländisch (Niederländisch, Flämisch).

Die aufgezeichnete Geschichte der germanischen Sprachen beginnt mit dem ersten Kontakt ihrer Sprecher mit den Römern im 1. Jahrhundert vor Christus. Zu dieser Zeit und für mehrere Jahrhunderte danach gab es nur eine einzige “germanische” Sprache, mit kaum mehr als geringfügigen Dialektunterschieden. Erst nach etwa dem 6. Jahrhundert n. Chr. kann man von einer “deutschen” (d.h. hochdeutschen) Sprache sprechen.

Deutsch ist eine inflektierte Sprache mit vier Fällen für Substantive, Pronomen und Adjektive (nominativ, akkusativ, genitiv, dativ), drei Geschlechtern (männlich, weiblich, neutral) sowie starken und schwachen Verben. Insgesamt ist Deutsch die Muttersprache von mehr als 90 Millionen Menschen und liegt damit wahrscheinlich an sechster Stelle unter den Weltsprachen (nach Chinesisch, Englisch, Hindi-Urdu, Spanisch und Russisch). Deutsch ist als Fremdsprache weit verbreitet und ist eine der wichtigsten Kultursprachen der westlichen Welt.

Dialekte in der deutschen Sprache

Als Schriftsprache ist Deutsch recht einheitlich; es unterscheidet sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr als geschriebenes Englisch in den Vereinigten Staaten und dem British Commonwealth. Als gesprochene Sprache existiert Deutsch jedoch in vielen Dialekten, von denen die meisten entweder der hochdeutschen oder der niederdeutschen Dialektgruppe angehören. Der Hauptunterschied zwischen Hoch- und Niederdeutsch liegt in der Beschallung, insbesondere in den Konsonanten. Hochdeutsch, die Sprache des südlichen Hochlandes Deutschlands, ist die offizielle Schriftsprache.

Hochdeutsch

Althochdeutsch, eine Gruppe von Dialekten, für die es keine literarische Standardsprache gab, wurde bis etwa 1100 im süddeutschen Hochland gesprochen. Im Mittelhochdeutschen Zeitalter (nach 1100) entstand im südlichsten Teil des deutschen Sprachraums eine Standardsprache auf der Grundlage der oberdeutschen Dialekte (Alemannisch und Bayerisch). Mittelhochdeutsch war die Sprache einer umfangreichen Literatur, die das epische Nibelungenlied des frühen 13. Jahrhunderts umfasst.

Das moderne Hochdeutsch ist von den mittelhochdeutschen Dialekten abstammend und wird im mittleren und südlichen Hochland von Deutschland, Österreich und der Schweiz gesprochen. Sie wird auch im niederdeutschen Sprachraum als Verwaltungssprache, Hochschulbildung, Literatur und Massenmedien verwendet. Das Standard-Hochdeutsch basiert auf dem mitteldeutschen Dialekt, den Martin Luther in seiner Bibelübersetzung aus dem 16. Jahrhundert verwendete, ist aber nicht identisch mit diesem. Im modernen hochdeutschen Sprachraum werden mittel- und oberdeutsche Dialektgruppen unterschieden, letztere umfassen österreichisch-bayerische, alemannische (schweizerdeutsche) und hochfränkische.

Niederdeutsch (Plattdeutsch)

Niederdeutsch, ohne einen einzigen modernen literarischen Standard, ist die gesprochene Sprache des norddeutschen Tieflandes. Sie entwickelte sich aus der altsächsischen und mittelniederdeutschen Sprache der Bürger der Hanse. Die Sprache lieferte den skandinavischen Sprachen viele Lehnwörter, aber mit dem Niedergang der Liga ging auch das Niederdeutsche zurück.

Obwohl die zahlreichen niederdeutschen Dialekte in den norddeutschen Häusern noch gesprochen werden und ein kleiner Teil der Literatur in ihnen geschrieben wird, gibt es keine einheitliche niederdeutsche Literatur- oder Verwaltungssprache.

Andere wichtige Dialekte

Alemannische Dialekte, die sich im südwestlichen Teil des germanischen Sprachraums entwickelt haben, unterscheiden sich in Klangsystem und Grammatik erheblich vom Standardhochdeutsch. Diese Dialekte werden in der Schweiz, Westösterreich, Schwaben und Liechtenstein sowie im französischen Elsass gesprochen. Jiddisch, die Sprache der aschkenasischen Juden (Juden, deren Vorfahren im europäischen Mittelalter in Deutschland lebten), entwickelte sich ebenfalls aus dem Hochdeutschen.

Pronomen der deutschen Sprache

1. Personalpronomen (persönliche Fürwörter):
Singular (Einzahl) ich, du, er, sie, es,
Plural (Mehrzahl) wir, ihr, sie

2. Possessivpronomen (besitzanzeigende Fürwörter):
mein(e), dein(e), sein(e), unser(e), euer(e), ihr(e)

3. Reflexivpronomen (rückbezügliche Fürwörter):
mich, dich, sich, uns, euch

4. Indefinitpronomen (unbestimmte Fürwörter):
jemand, alle, einer, keiner, manche, man, wer, niemand, nichts, etwas, einige, andere

5. Demonstrativpronomen (hinweisende Fürwörter):
der, die, das; dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes; derjenige, diejenige, dasjenige; derselbe, dieselbe, dasselbe

6. Interrogativpronomen (fragende Fürwörter):
wer?, was?, welcher?, wessen?

7. Relativpronomen (bezügliche Fürwörter):
der, die, das, welcher, welches, welche, wer, deren

8. Reziprokpronomen (wechselseitige Fürwörter):
einander, auch sich (sie sehen sich)

9. Determinativpronomen (bestimmende Fürwörter): in der Funktion eines Artikels
ein, dieses, jenes, manches, jedes Buch

Der Kasus / Die 4 Fälle

1. Fall – Nominativ

a) Ich lerne fleißig / fleissig.
Frage: Wer oder was lernt fleißig / fleissig?
Antwort: Ich.
“Ich” steht also im 1. Fall Nominativ.

b) Der Mann geht spazieren.
Frage: Wer oder was geht spazieren?
Antwort: Der Mann.
“Der Mann” steht also im 1. Fall Nominativ.

2. Fall – Genitiv

a) Das ist das Buch des Schülers.
Frage: Wessen Buch ist das?
Antwort: Des Schülers.
“Des Schülers” steht also im 2. Fall Genitiv.

b) Die Straßen / Strassen der Stadt sind verschneit.
Frage: Wessen Straßen / Strassen sind verschneit?
Antwort: Der Stadt.
“Der Stadt” steht also im 2. Fall Genitiv.

3. Fall – Dativ

a) Ich gehe mit meiner Schwester baden.
Frage: Mit wem gehe ich baden?
Antwort: Mit meiner Schwester.
“Schwester” steht also im 3. Fall Dativ.

b) Mir schmerzt der Kopf.
Frage: Wem schmerzt der Kopf?
Antwort: Mir.
“Mir” steht also im 3. Fall Dativ.

4. Fall – Akkusativ

a) Das Unterrichtsfach finde ich sehr interessant.
Frage: Wen oder was finde ich interessant? Antwort: Das Unterrichtsfach.
“Das Unterrichtsfach” steht also im 4. Fall Akkusativ.

b) Die Kinder grüßen / grüssen die Erwachsenen zuerst.
Frage: Wen oder was grüßen / grüssen die Kinder zuerst?
Antwort: Die Erwachsenen.
“Die Erwachsenen” steht also im 4. Fall Akkusativ.

Über Wolfgang Picheta 59 Artikel
Wolfgang Picheta ist leidenschaftlicher Blogautor auf seiner eigenen Website und schreibt regelmäßig auf der taz. Er hat sich in den letzten 12 Jahren seines Lebens auf das Thema Nahrungsergänzung spezialisiert. Auf Palkan teilt er mit uns seine Erfahrungen und seine objektive Einschätzung zu allen Themen im Bereich Supplements. Eine besser Aufklärung zu diesem Thema ist laut eigenen Angaben seine Lebensaufgabe. Jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

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