Achilles, in der griechischen Mythologie Sohn des sterblichen Peleus, König der Myrmidonen, und der Nereiden, der Meeresnymphe Thetis. Achilles war der tapferste, attraktivste und größte Krieger der Armee von Agamemnon im Trojanischen Krieg. Laut Homer wurde Achilles von seiner Mutter in Phthia mit seinem Cousin und unzertrennlichen Begleiter Patroclus aufgezogen. Eine der nicht-homerischen Geschichten seiner Kindheit erzählt, dass Thetis Achilles in das Wasser des Styx getaucht hat, wodurch er unverwundbar wurde, mit Ausnahme des Teils seiner Ferse, an dem sie ihn hielt – der sprichwörtlichen “Achillesferse”.

Die späteren Mythographen erzählten, dass Peleus, nachdem er ein Orakel erhalten hatte, dass sein Sohn im Kampf gegen Troja sterben würde, Achilles an den Hof der Lykomedischen auf Skyros schickte, wo er als Mädchen gekleidet und unter den Töchtern des Königs gehalten wurde (eine von ihnen, Deïdamia, trug ihn Neoptolemus). Als die Griechen von den Wahrsagern Calchas hörten, dass Troja ohne Achilles nicht genommen werden konnte, suchten und fanden sie ihn.

Während der ersten neun Kriegsjahre verwüstete Achilles das Land um Troja und eroberte 12 Städte. Im zehnten Jahr kam es zu einem Streit mit Agamemnon, als Achilles darauf bestand, dass Agamemnon Chryseis, seinen Kriegspreis, an ihren Vater, einen Priester von Apollo, zurückgibt, um den Zorn von Apollo zu lindern, der das Lager mit einer Pest dezimiert hatte. Ein wütender Agamemnon entschädigte seinen Verlust, indem er Achilles seines Lieblingssklaven Briseis beraubte.

Achilles verweigerte den weiteren Dienst, und in der Folge flogen die Griechen so heftig, dass Achilles endlich erlaubte, dass Patroklos sich als er ausgab und ihm seinen Wagen und seine Rüstung zur Verfügung stellte. Hector (der älteste Sohn des Königs Priam von Troja) tötete Patroklos, und Achilles, der sich schließlich mit Agamemnon versöhnt hatte, erhielt neue Rüstungen vom Gott Hephaestus und tötete Hector. Nachdem er Hektors Körper hinter seinen Wagen geschleppt hatte, gab Achilles ihn Priam auf seine ernsthafte Bitte hin. Die Ilias endet mit den Beerdigungsriten von Hector. Es erwähnt nicht den Tod von Achilles, obwohl die Odyssee seine Beerdigung erwähnt. Der Dichter Arctinus nahm in seinem Aethiopis die Geschichte der Ilias auf und erzählte, dass Achilles, nachdem er den äthiopischen König Memnon und den Amazonas Penthesilea getötet hatte, selbst im Kampf von Priams Sohn Paris getötet wurde, dessen Pfeil von Apollo geführt wurde.

Die Achillessehne

achilles

In der griechischen Antike gab es gemäß / gemäss den alten überlieferten Sagen einen Helden namens Achilles. Er war der Sohn (Halbgott) der unsterblichen Meeresgöttin Thetis und des sterblichen Peleus und der tapferste Held der Griechen bei ihrem Kampf um Troja. Um ihren Sohn auch unsterblich zu machen, tauchte ihn seine Mutter als Kind in das Wasser des Unterweltflusses Styx. Durch den Kontakt mit dem Flusswasser wurde Achilles unverwundbar und später einer der größten / grössten Helden von Troja. Die einzige verletzliche Körperstelle war die Ferse. Dort hatte ihn seine Mutter beim Eintauchen in den Fluss seinerzeit festgehalten. Gerade auf diese Ferse lenkte der Lichtgott Apoll einen Pfeil des Trojaners Paris, der Achilles tötete.

Sich auf die griechische Sage des Achilles (siehe oben) beziehend, hat sich in der westlichen Schulmedizin der Begriff “Achillessehne” entwickelt.
Die Achillessehne ist durchschnittlich 10-12 cm lang. Sie ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels, der lateinisch triceps surae genannt wird. Dieser Muskel besteht aus dem Schollenmuskel (M. soleus) und dem zweiköpfigen M. gastrocnemius dessen Form auch die durch die Haut sichtbare Form der Wade entscheidend bestimmt. Die Achillessehne selbst ist von einer Sehnenscheide (Peritendineum externum) umhüllt. Sie besteht aus mehreren Sehnenbündeln. Jedes Einzelne dieser Bündel ist wieder von einer inneren Hülle überzogen (Peritendineum internum). Die einzelnen Bündel bestehen aus Kollagenfasern. Ansatzpunkt der Achillesehne ist der Entenschnabelfortsatz des Fersenbeines. Beim Zusammenziehen des Muskels wird das Fersenbein nach oben gezogen.

Die Achillessehne ist die kräftige Sehne des Wadenmuskels, die am Fersenbein befestigt ist. Häufigste Verletzung der Achillessehne ist der Riss, auch Ruptur genannt. Daneben gibt es auch noch die Achillodynie, eine schmerzhafte Entzündung. Beim Auftreten eines plötzlichen starken Schmerzes in der Wade, meistens unmittelbar oberhalb der Ferse, muss an einen Achillessehnenriss gedacht werden. Oft hört man auch ein lautes krachendes Geräusch. Äußerlich / Äusserlich tritt eine Schwellung an der Rückseite des Sprunggelenkes oder im unteren Anteil der Wade auf. Die Schwellung kann mit einer Blutergussverfärbung oder lediglich punktförmigen Einblutungen in die Haut verbunden sein.

Obwohl die Achillessehne mechanisch sehr belastbar ist (bis zu 400 KP) kommt es beim Auftreten überhöhter Zugkraft zum Zerreißen / Zerreissen. Ursachen können Sportverletzungen, Unfälle (z.B. Treten in ein Bodenloch) oder Entzündungen sein. Mit höherem Alter nimmt die Durchblutung in der Achillessehne ab, die Fasern degenerieren. Ein Altersgipfel der Ruptur findet sich zwischen 40 und 45 Jahren. Statistisch sind linksseitige Achillessehnenrisse häufiger als rechtsseitige, weil das linke Bein häufig als Sprungbein fungiert. Ein Riss kann mit oder ohne Operation durchgeführt werden.

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Veröffentlicht von Redaktion